Verwandte hinzufügen¶
Sobald du eine Family hast und dich selbst eingetragen hast, kommt der spannende Teil: das Netz wächst um dich herum. Kinverse gibt dir drei Werkzeuge dafür.
Wozu¶
Beziehungen sind der Kern von Kinverse. Nicht die Personen einzeln, sondern wer mit wem macht die Familiengeschichte aus. Deshalb legst du Verwandte fast immer von einer bestehenden Person aus an — nicht als lose Person, die du hinterher verknüpfen musst.
Zwei Grundregeln:
- Eine neue Person wird immer im Verhältnis zu einer bestehenden angelegt. „Vater von Anna" oder „Kind von Peter und Maria" — nicht „irgendein Peter, den wir später zuordnen".
- Geschwister entstehen automatisch. Wenn du zu Anna und zu Bernd jeweils dieselben Eltern einträgst, sind sie Geschwister — ohne dass du das extra angeben musst.
Was du brauchst¶
- Eine Family mit dir selbst darin.
- Ein paar Grundangaben zur neuen Person: Vorname reicht für den Start. Nachname, Geburtsjahr, Geschlecht sind hilfreich, aber optional.
Schritt für Schritt¶
1. Von einer bestehenden Person aus starten¶
Öffne die Person-Detailseite der Person, an der du die Verwandtschaft anhängen willst — zum Beispiel dich selbst. Am schnellsten geht das aus dem Stammbaum (Klick auf den Knoten) oder aus der Personen-Liste.
Auf der Detailseite findest du oben rechts (mobil unten) den Button „+ Verwandte hinzufügen".
2. Beziehungstyp wählen¶
Es öffnet sich ein Formular mit drei Tabs:
- Elternteil — Vater, Mutter oder anderer Elternteil (bei non-binärer Angabe)
- Kind — jedes leibliche, adoptierte oder Stiefkind
- Partner — Ehepartner:in oder Lebenspartner:in (kann auch verstorben oder geschieden sein — das trägst du später ein)
Wähl den Tab, der zur neuen Person passt.
Was ist mit Geschwistern?
Für einen Bruder oder eine Schwester öffnest du die Elternteil-Ansicht deiner Person, klickst auf einen deiner Eltern und wählst dort „+ Verwandte hinzufügen" → „Kind". Kinverse verknüpft dann automatisch: die neue Person ist Kind desselben Elternteils = dein Geschwisterkind.
3. Basisdaten eintragen¶
Für jede neue Person gibst du an:
- Vorname — reicht als Minimum
- Nachname (optional) — Kinverse schlägt bei Elternteil/Kind den Nachnamen der bestehenden Person vor
- Geschlecht (optional) — bestimmt spätere Beziehungs-Wörter („Vater" vs. „Mutter")
- Geburtsjahr (optional) — hilfreich für Plausibilitätsprüfungen und Zeitachse
4. Anlegen¶
Klick auf „Person anlegen". Die neue Person erscheint sofort im Stammbaum, verknüpft mit der Ausgangs-Person.
Aus dem gerade angelegten Person-Detail kannst du direkt weitermachen — wenn du gerade den Vater angelegt hast, ist der jetzt „aktive" Person, und du kannst als nächstes seine Eltern (deine Großeltern) hinzufügen.
Was das System für dich macht¶
| Was | Wann | Änderbar? |
|---|---|---|
| Neue Person anlegen und mit Ausgangs-Person verknüpfen | Beim Klick auf „Person anlegen" | Ja, Personen und Beziehungen sind editierbar |
| Nachname vorschlagen | Beim Öffnen des Formulars | Manuell überschreiben |
| Geschwister automatisch ableiten | Sobald zwei Personen dieselben Eltern haben | Wird jederzeit neu berechnet |
| Plausibilität prüfen (Alter, Todesdaten) | Beim Speichern und beim Anzeigen | Fehlerhinweise als „LiveValidationHints" |
| Vorschlag „ist das vielleicht Person X aus deiner Family?" (Dedup) | Beim Tippen des Namens | Vorschlag anklicken oder ignorieren |
Fallen¶
Patchwork-Situationen
Wenn Kinder aus verschiedenen Ehen kommen: Trag beide Elternteile separat an, dann bei den Kindern jeweils den richtigen Elternteil. Nicht alle Kinder unter „beide Elternteile" — das erzeugt fälschliche Geschwister-Beziehungen zwischen Halbgeschwistern.
Mehrere Ehen einer Person
Ehen trägst du in der Reihenfolge ein, in der sie stattfanden. Bei Heinrich VIII. (oder komplizierteren realen Fällen) hilft es, das Hochzeitsdatum gleich mit einzutragen — die Reihenfolge im Layout richtet sich danach.
Personen, die du nur vom Hörensagen kennst
Wenn du eine Person nur ungefähr kennst („Meine Urgroßmutter hieß wohl Anna, irgendwann um 1890 geboren, in Böhmen"), trag ein, was du weißt, und leg zusätzlich eine Notiz an („Quelle: Erzählung Tante Erna, unbestätigt"). Das ist besser als gar nichts — spätere Recherche kann daran anknüpfen.
Vor dem Speichern noch schnell wechseln
Wenn du im Formular etwas geändert hast und dann ohne zu speichern den Tab wechselst (Elternteil → Kind), verlierst du deine Eingabe. Kinverse warnt dich nicht — also entweder speichern oder verwerfen, bevor du wechselst.
Weiter¶
Mit den ersten paar Personen erlebst du Kinverse zum ersten Mal als Netz. Als nächstes:
- Stammbaum ansehen und navigieren — die fünf Ansichten und wie du dich bewegst.
- Später: Personen bearbeiten — Details, LifeEvents, „das bin ich".
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